Digitale Verschlüsselung kreativ nutzenQR-Code – in der Schule vielfältig einsetzbar

Sie kennen die Bildchen mit den drei markanten Quadraten in den Ecken und labyrinthischen Schwarz-Weiß-Mustern. Sie begegnen uns auf Werbeplakaten, auf Produktetiketten, manchmal sogar im Museum. Es sind QR-Codes. QR steht für „quick response“ – also schnelle Antwort. QR-Codes sind kleine Datenspeicher, die bis zu einer halben DIN-A4-Seite Text enthalten können. Meistens werden sie eingesetzt, um den Benutzer und Benutzerinnen auf eine Internetseite zu lotsen.

QR Code

QR Code QR-Code Open Clipart-Vektor

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Ursprünglich entwickelt wurden die Codes in den 1990ern in Japan für die Produktlogistik. Der Autobauer Toyota kennzeichnete damit Bauelemente, um sie besser zuordnen zu können. Seitdem haben die kleinen Muster weite Verbreitung gefunden.

So kompliziert QR-Codes erscheinen mögen, so problemlos lassen sie sich erstellen. Dazu gibt es kostenfreie QR-Code-Generatoren im Internet. Sie geben Ihren Text ein und erhalten sofort den Code als Bilddatei zum Herunterladen (z. B. bei qrcode-generator, qrcode-monkey, qr-manager). Zum Lesen der Codes benötigen Sie eine App für Ihr Smartphone, die ebenfalls kostenlos erhältlich ist. In vielen neueren Geräten muss keine App mehr heruntergeladen werden, sondern es genügt, die Kamerafunktion zu aktivieren und so den Code zu erfassen. Die Verlinkung erfolgt dann sofort.

Doch was können Sie mit dem QR-Code anfangen?

Ordnung zu schaffen war das ursprüngliche Einsatzgebiet der Codes. Dafür gibt es auch im Schulalltag zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Sie können Ordner, Schränke und Kisten mit QR-Codes kennzeichnen, zum Beispiel in Ihrem Schulleiterbüro, aber auch in einer Lernwerkstatt oder einem Lernbüro, um dort Schülerinnen und Schülern das Auffinden passender Arbeitsmaterialien bei der Freiarbeit zu erleichtern.

Im Unterricht gibt es weitere Einsatzmöglichkeiten für die QR-Codes – vorausgesetzt, dass Smartphones dort (begrenzt) genutzt werden dürfen. So können Lehrkräfte Aufgaben in „Geheimschrift“ erstellen, was sich als Renner bei kurzfristig angesetztem Vertretungsunterricht erwiesen hat! Die Lernenden wiederum können ihre Ergebnisse auf diese Art verbreiten. Da sich auch Videos und Tonaufnahmen per QR-Code verschlüsseln und verlinken lassen, können ganze Präsentationen von Schülerarbeiten, die digital festgehalten worden sind (Datenschutz beachten!), einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden. QR-Codes sind auch beliebt, um Schnitzeljagden oder Rallyes zu veranstalten, teilweise werden sie sogar von Museen genutzt, um auf im Internet vorhandene Informationen zu den Exponaten zu verweisen. Kinder und Jugendliche können im Unterricht eigene Rallyes entwickeln, etwa zu historischen, geografischen oder umweltpolitischen Aspekten.

QR-Codes eignen sich hervorragend zur Werbung und Information und wirken wie eine elektronische Visitenkarte. Kein potenzieller Schüler, keine Mutter, die überlegt, ihr Kind auf Ihrer Schule anzumelden, schreibt sich Informationen aus Ihrem Schaukasten ab – aber der Code, der auf die URL der Schulhomepage führt, ist per Handy schnell eingelesen!

Der Schul-QR-Code kann auch Briefpapier, T-Shirts, Banner oder die Schulfassade schmücken – zumal inzwischen die Möglichkeit besteht, sog. Frame QR mit einem eigenen Logo oder grafischen Elementen zu verschönern. Eine Aufgabe, die auch Schülerinnen und Schüler übernehmen können. Diese können zudem virtuell durch die Schule führen, indem sie an markanten Stellen auf dem Schulgelände QR-Codes anbringen und so aus ihrer Sicht wichtige Informationen hinterlegen.

Ihnen fallen sicherlich noch weitere Möglichkeiten für Ihre eigene Schule ein!

 

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